Geschichte

Geologische Vergangenheit

Bei der Entstehung der Alpen vor Geologische Vergangenheitetwa 40 Mio. Jahren brachen Randbereiche der bömischen Masse ab, was das „Senkungsfeld des Eferdinger Beckens“ entstehen ließ. Das zurückweichende Meer hinterließ die Ur-Donau.
Vor 600.000 Jahren fand die erste der 4 Eiszeiten statt, die die typische Terrassenlandschaft des Beckens und seiner Ränder formten. Auf der B129 Richtung Eferding fahrend kann man dies sehr gut beobachten, die Bundesstraße verläuft  dort an der Kante einer solchen Terrasse. 
Der Wasserspiegel der Ur-Donau sank allmählich und in der letzten Nacheiszeit, vor etwa 10-15.000 Jahren, hat sie sich dann in der Niederterrasse eingetieft.  

Humanologische Vergangenheit

Beil aus der Ortschaft AnnabergDer Neandetaler machte sich vor etwa 150.000 Jahren in einer Zwischeneiszeit wahrscheinlich auch in unserer Gegend zu schaffen.
In ganz Europa trat vor 40.000-60.000 Jahren Homo-Sapiens-Diluvialis, der eiszeitliche Jetzt-Mensch, auf. Ein bedeutender Fund von damals ist die Venus von Willendorf (NÖ).
Etwa 5.000 v.Chr. wurde es wärmer, die Gletscher schmolzen und Wald breitete sich aus. Die Menschen wurden bei uns als Ackerbauern und Viehzüchter sesshaft. Beim Beil oberhalb handelt es sich um einen Fund aus der Ortschaft Annaberg, es ist mit 2000-2500 v.Chr. datiert.  

  • 1700 v. Chr.: Kupfer ersetzt Stein. spätrömisches Skelettfund (ca. 500 n.Chr) im Juli 2001
  • 750 v. Chr.: Eisen ersetzt Kupfer;
  • Hallstattkultur auch bei uns.

Im Juli 2001 wurde bei Bauarbeiten der Fa. Linzner in Bergham ein spätrömisches Skelett (ca. 500 n.Chr) gefunden (Bild: OÖN).  

Entwicklung

Weil ihm die GegendTassilokelch so gut gefiel, ließ Herzog Thassilo zwischen der Pfarrkirche und der Bundesstraße im 8. Jht. einen schönen Hof und ein Bethaus bauen. 
777 stiftete er Kremsmünster, dem er auch diesen Hof samt Bethaus zusprach.
Kaiser Otto übergab 955 Kremsmünster dem Hochstift Passau. 1067 wurde das Kloster St. Nikola gegründet, dem auch die Pfarre „Allenchoven“ unterstellt wurde.
Alkoven 1670Vormals im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jht. zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum "Österreich ob der Enns" zugerechnet.
Im 12. Jht. ein Zehenthof, ein weiteres Gut und 3 Hofstätten.
Im 14. Jht. 7 Häuser, blieb bis zum 17. Jht. unverändert, als rege Bautätigkeit einsetzte. 
 

 

Kriege und sonstige Katastrophen
 
Morgenstern und HellebardeDie Aspans, Herren zu Hartheim und Erbauer der Annabergkirche waren Anhänger Luthers. Am 9.11.1626 wurde eine Schlacht des Bauernkrieges im „Emlinger Holz“ geschlagen, erst 1781 gewährte der Kaiser Religionsfreiheit.  
Neben jährlichen Hochwässern wüteten auch immer wieder Brände, um 1635 vernichtete ein Großbrand alle 9 Häuser an der Linzer-Straße. 
Ab 1634 bestand im Schloss Hartheim ein Landgericht über mehr als 30 Ortschaften, die schloss_geschichte.jpg Herrschaft Hartheim war damals auch politische Behörde der 20 umliegenden Ortschaften.
Beim Krieg Napoleons 1809 wurden Schlachten bei Hartheim und Emling geschlagen. Die gewöhnliche Nahrung bestand aus Fleisch, Mehl, Milch, Gemüse und Obstmost.
Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". 

Grund und Boden 

1848 wurde die Grundherrschaft aufgehoben, der Staat übernahm Verwaltung und Rechtspflege. Bis dahin unterstanden die Landgemeinden den jeweiligen Gutsherren. Im Zuge der Wirren von 1848 wurde auch in Eferding eine Nationalgarde gegründet (das Bild zeigt einen "Tschakko" der Nationalgarde Eferding).  Die politische Behörde der umliegenden Ortschaften befand sich bis dahin im Schloss Hartheim.

Ein Jahr darauf wurde den Gemeinden weitgehende Befugnisse bei der
Selbstverwaltung eingeräumt. Die erste provisorische Gemeindeordnung, die die Gliederung in Orts- Bezirks- und Kreisverbänden vorsah, definierte auch schon die Begriffe „Bürgermeister“ und „Gemeindevertretung“. Es kam nicht zur Durchführung dieses Gesetzes, erst 1862 wurde das Reichsgemeindegesetz erlassen.
1864 kam dann die endgültige Gemeindeordnung für Oberösterreich heraus, es gab nun auch in Alkoven einen Bürgermeister. 


Zu Beginn des 19. Jhts. schrieb ein Historiker, dass unsere Gegend „eine der anmutigsten und fruchtbarsten Ebenen des Landes ob der Enns zwischen Linz und Eferding“ ist, neben Obst und Getreide wurde auch Wein gepflanzt.
Es gab Bäcker, Schuhmacher, Schneider, Kürschner, Färber, Sattler, Tischler und Schmied.
Im Jahr 1862 stieg die Donau sehr hoch, der Ortsplatz stand meterhoch unter Wasser.

 

 

 Pichlmayr-Kapelle, Kindergarten + Krabbelstube + Proberaum Musikverein, Pfarrkirche, Donau, Straßhamer Dorfkapelle, Arkaden im Schloss Hartheim, ASG

letzte Änderung am 07.09.2010 12:47:13